Apollo FM – your freakquency

in Klagenfurt auf 106,2 MHz
Aug
20

Spendenzusagen reichen nicht

Vor der UN-Vollversammlung zu Pakistan sagen mehrere Staaten eine Aufstockung ihrer Hilfen für die Opfer der Flutkatastrophe zu. Schon jetzt ist vorhersehbar, dass die bisherigen nicht ausreichen werden, um die Not zu lindern. Generalsekretär Ban spricht von einem “Tsunami in Zeitlupe”, dessen “Kraft der Zerstörung sich mit der Zeit noch verstärkt”.

Mehr als 20 Millionen Menschen sind betroffen.

Angesichts der dramatischen Flutkatastrophe in Pakistan haben Vertreter verschiedener Länder bei der Sitzung der UN-Vollversammlung in New York verstärkte Hilfe zugesagt. So will auch Deutschland seinen Beitrag aufstocken, von bisher 15 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro, wie bereits zuvor in Berlin bekanntgegeben worden war. Auch die USA wollen zusätzliches Geld zur Verfügung stellen. Die Washingtoner Regierung richtete zudem einen Hilfsfonds ein, in den Amerikaner Spenden einzahlen sollen.

Die Geberkonferenz war kein Sondertreffen, sondern eine reguläre Sitzung der UN-Vollversammlung. Die 192 Mitgliedsstaaten verabschiedeten eine Resolution, in der sie Anteilnahme und “volle Solidarität mit dem pakistanischen Volk” bekundeten. Länder, globale Finanzeinrichtungen und Organisationen wurden aufgerufen, Pakistan “volle Unterstützung” zu geben.

Hauptziel der Konferenz war es, zunächst die ursprünglich beantragten knapp 360 Millionen Euro zusammenzubekommen, von denen vor der Sitzung gut die Hälfte eingegangen waren. Inzwischen zeichnet sich aber ab, dass die Summe bei weitem nicht ausreichen wird, um die durch die Jahrhundertflut entstandene Not zu lindern.

Von “Zeitlupen-Tsunami” getroffen

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der sich am vergangenen Wochenende vor Ort ein Bild von der Lage verschafft hatte, sagte vor den Konferenzteilnehmern, 15 bis 20 Millionen Menschen seien in Not. “Pakistan ist mit einem Zeitlupen-Tsunami konfrontiert.” Der Generalsekretär warnte mit Blick auf Vorhersagen, nach denen noch vier weitere Wochen Monsun zu erwarten seien: “Die zerstörerische Kraft wird im Laufe der Zeit noch zunehmen.”

Pakistans Außenminister Shah Mahmood Qureshi schilderte, dass die Fluten Anbaupflanzen und damit Ernten im Umfang von Milliarden Dollar vernichtet hätten. Er äußerte außerdem die Befürchtung, dass das Land durch das Desaster verwundbarer für Terroranschläge geworden sei. Extremisten könnten versuchen, die katastrophale Lage auszunutzen.

Kreditantrag am IWF geplant

Zudem will Pakistan in der kommenden Woche den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Unterstützung bitten. Ziel ist eine Aufweichung der Auflagen für ein zehn Milliarden Dollar schweres IWF-Kreditpaket. Dafür sind allerdings neue Finanzierungsmodelle notwendig, da Pakistan wegen der Überschwemmungen nicht in der Lage sein dürfte, die Auflagen des Pakets zu erfüllen. Der IWF hatte dem Land im Jahr 2008 Kredite gewährt. Seitdem wird bezweifelt, ob Pakistan den mit den Hilfen verknüpften Bedingungen nachkommen kann.
Deutschland hilft

Wichtige Industrieanlagen sind zerstört – die Produktion steht still.

Für Berlin gab Außenamtsstaatsminister Werner Hoyer in New York die Aufstockung der Mittel auf 25 Millionen Euro bekannt. Deutschland beteiligt sich auch an internationalen Hilfsmaßnahmen und stellt nach Regierungsangaben damit insgesamt 68 Millionen Euro zur Verfügung.

Hoyer versprach nicht nur kurzfristige Unterstützung zur Befriedigung der unmittelbaren Bedürfnisse, sondern auch ein längerfristiges Engagement beim Wiederaufbau der pakistanischen Infrastruktur. Berlin habe eine “starke Partnerschaft” mit Pakistan entwickelt. “Ein stabiles, demokratisches und florierendes Pakistan ist äußerst wichtig für Frieden in Südasien und darüber hinaus”, sagte Hoyer. “Angesichts dieser Tragödie sind unsere Freundschaft und Unterstützung sogar noch wichtiger.”

Auch US-Außenministerin Hillary Clinton kündigte zusätzliche Mittel über die bereits zur Verfügung gestellten rund 70 Millionen Euro an. Dazu soll ein Teil von nichtmilitärischen Langzeithilfen für Pakistan verwendet werden, die der Kongress bewilligt hat.

(Quelle: www.n-tv.de)

Jun
04

Israels tödlicher Angriff auf den Hilfskonvoi für den Gaza-Streifen schockiert die Welt.

Es ist ein empörender Einsatz von tödlicher Gewalt, um damit eine empörende und tödliche Politik zu verteidigen — Israels Blockade des Gaza-Streifens, wo zwei Drittel der Familien nicht wissen, wie sie ihre nächste Mahlzeit finden.

Die UNO, EU, USA und beinahe alle Regierungen und multilateralen Organisationen haben Israel aufgerufen die Blockade zu beenden und, jetzt sofort, eine umfassende Untersuchung des Angriffs auf den Hilfskonvoi einzuleiten. Doch ohne den massiven Druck von ihren Bürgern, werden unsere Entscheidungsträger ihre Reaktion auf bloße Worte begrenzen — wie schon so viele Male zuvor.

Lasst uns nun einen unüberhöhrbaren Protestruf aussenden – Schliessen Sie sich dem Ruf nach einer unabhängigen Untersuchung der Kommandoaktion und einem sofortigen Ende der Blockade des Gaza-Streifen an. Unterzeichnen Sie die Petition unter folgendem Link und leiten Sie dies an alle weiter, die Sie kennen:

http://www.avaaz.org/de/gaza_flotilla_3/?vl

Diese Petition wird an die UNO und an führende Politker übergeben, sobald sie 200 000 Unterschriften erreicht hat – und danach wieder bei jeder günstigen Gelegenheiten, während Politiker ihre Position festlegen. Eine massive Petition, in Momenten wie diesen, zeigt den Entscheidungsträgern, dass bloße Worte und Pressemitteilungen nicht genügen – dass Bürger konkrete Aktionen fordern und den Politikern auf die Finger schauen.

Während die EU beschliesst, ob sie ihre besonderen Handelsbeziehungen mit Israel erweitert, Obama und der US-Kongress über die Ausgaben für die israelische Militärhilfe im kommenden Jahr beraten und Nachbarstaaten wie die Türkei und Ägypten über ihre nächsten diplomatischen Schritte entscheiden – Lasst uns die Stimme der Weltöffentlichkeit unüberhörbar machen: Es ist Zeit die Wahrheit über den Angriff zu erfahren, Rechenschaft zu verlangen und es ist höchste Zeit, dass Israel das Völkerrecht respektiert und die Blockade des Gaza-Streifens beendet. Unterzeichnen Sie jetzt und leiten Sie diese Nachricht weiter:

http://www.avaaz.org/de/gaza_flotilla_3/?vl

Viele von uns teilen den selben Traum: Zwei Staaten, Israel und Palästina, die Seite an Seite friedlich zusammenleben. Doch die Blockade und die andauernde Gewalt verhindern diese Vision. In der angesehenen Zeitung “Haaretz” schreibt ein Kolumnist an seine Mitbürger: “Wir verteidigen nicht länger Israel. Wir verteidigen die Blockade. Die Blockade selber wird zu Israels Vietnam.”

Tausende von Friedensaktivisten verurteilen den Angriff und die Blockade in Israels Straßen, von Haifa und Tel Aviv bis nach Jerusalem — und schliessen sich Protesten auf der ganzen Welt an. Unabhängig davon, welche Seite den ersten Schlag versetzte oder das Feuer eröffnete (Das israelische Militär behauptet, es habe nicht mit der Gewalt begonnen), Israels Regierung sendete bewaffneten Spezialeinheiten in Hubschraubern, um einen Hilfskonvoi in internationalen Gewässern anzugreifen. Die Aktivisten auf den Schiffen wollten Medikamente und Hilfsgüter nach Gaza bringen, einige haben dies mit ihrem Leben bezahlt.

Wir können diese Tragödie nicht rückgängig machen. Doch wir können diesen düsteren Moment in einen Wendepunkt verwandeln und mit vereinter Stimme für Gerechtigkeit und Frieden einstehen.

Hoffnungsvoll,

Ricken, Alice, Raluca, Paul und das ganze Avaaz Team

QUELLEN:

Live-Reportage von Al Jazeera (auf Englisch):
http://blogs.aljazeera.net/middle-east/2010/05/31/live-coverage-israels-flotilla-raid

Empörung über Israels tödlichen See-Angriff:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697703,00.html
und
http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E77C1BB90592A4941828AECF1874AB00A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
“Der zweite Gaza-Krieg: Israel verlor auf See” – Bradley Burston, Ha’aretz (auf Englisch – Originalzitat)
http://www.haaretz.com/blogs/a-special-place-in-hell/a-special-place-in-hell-the-second-gaza-war-israel-lost-at-sea-1.293246

Analyse zur Gewaltanwendung aus Sicht der Israelischen Armee (IDF), Debka-Reporter mit Verbindungen zum israelischen Geheimdienst:
http://debka.com/article/8824/

Humanitäre Lage in Gaza katastrophal :
http://boell.de/weltweit/nahost/naher-mittlerer-osten-5810.html
70 Prozent der Familien leben von weniger als einem US-Dollar am Tag:
http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/hilfseinsaetze/artikel/details/anhaltende-not-in-gaza/

Analyse über die politischen Konsequenzen des Angriffs:
http://www.sueddeutsche.de/h5n38f/3374025/Gestoerte-Beziehung.html

Apr
13

Die Ungarn sind Avantgarde, denn so einen gemeingefährlichen rechtsdrehenden Käse hat bislang kein europäisches Volk seit 1945  zusammengewählt. Einer rechtsnationalen, antisemitischen, ständestaatlich orientierten Partei wie der Fidesz die absolute Mehrheit zu bescheren und gleichzeitig der noch nationalistischeren, noch antisemitischeren, offen rassistischen Pfeilkreuzler-Nachfolgeorganisation Jobbik fast 17 Prozent zu geben, dass muss den Ungarn erst mal jemand nachmachen, da können selbst wir Österreicher kaum mithalten.

Schon ertönen die Stimmen der üblichen Verdächtigen, dass man ein “demokratisches Wahlergebnis” gefälligst zu akzeptieren habe. FPÖ-Chefideologe Andreas Mölzer, dessen Partei mit der Jobbik paktiert, hat gleich mal in einer Aussendung die Propagandalinie vorgegeben: “Fidesz und Jobbik sind demokratisch legitimiert, und zwar von einer stattlichen  Anzahl von ungarischen Wählern. Die Ungarn haben gestern den Patriotismus, das Nationalbewusstsein und die Erhaltung der eigenen Kultur gewählt und damit dem linken Zeitgeist eine schallende Ohrfeige gegeben. Aber das darf kein Grund sein, um gegen Ungarn eine Diffamierungskampagne zu starten“.

Keine Panik, Herr Mölzer, das Wahlergebnis wird schon anerkannt werden, doch das bedeutet nicht, dass man es gutzuheißen hat. Es bedeutet auch nicht, selbst wenn sie sich das wünschen mögen, dass man eine quasi Neonazipartei wie die Jobbik in Hinkunft als normalen Teil des demokratischen Spektrums wahrnehmen wird. Noch bedeutet es, dass man mit den neuen Machthabern Ungarns freundschaftliche Beziehungen pflegen oder Geschäfte machen muss. Aber einem wie ihnen, Mölzer, zu erklären versuchen, dass Demokratie mehr ist als bloß der Wille der Mehrheit, ist wohl fruchtlos. Weinen sie also bitte nicht, wenn sie feststellen werden müssen, dass Ungarn sehr schnell sehr alleine dastehen wird, sollte die Fidesz versuchen, eine minderheitenfeindliche “großungarische” Politik zu machen. Im Übrigen halte ich ihre FPÖ für eine Hochverräterpartei, denn die Jobbik, die sie, Mölzer, in ihrer Aussendung so leidenschaftlich verteidigen und mit deren Vertretern sich die FPÖ gerne mal trifft, würde gerne das Burgenland von Österreich abtrennen und in ihr “Großungarn” einverleiben.

Europa sollte Ungarn nun mit größter Sorgfalt beobachten, denn es ist nicht so, als hätte einfach eine normale Rechtspartei die absolute Mehrheit errungen. Viktor Orbán, der Fidesz-Chef und künftige Ministerpräsident, hat nämlich recht eigenwillige Vorstellungen von Politik und Demokratie. So findet er etwa die ständestaatliche und nazistische Idee der Volksgemeinschaft ansprechend: “statt ein duales Kraftfeld, das durch dauernde Wertedebatten die Gesellschaft teilende, kleinliche Folgen generiert, kommt eine dauerhafte, große Regierungspartei zustande. Ein zentrales Kraftfeld, das fähig ist, sich der nationalen Sache anzunehmen – die nicht in ständigen Streit verfallen ist, sondern sich durch seine eigene Natürlichkeit vertritt.” Das ist eine antimoderne, autoritäre Auffassung von Politik, die nichts mit Pluralismus und Ideenwettbewerb gemein hat, sondern auf ein völkisches Geimwesen nach dem Muster des rassistischen Faschismus abzielt. Die Rhetorik ist verräterisch, denn “dauernder Streit” ist genau das Wesen einer lebendigen Demokratie, die von Orbán herbeifantasierte große Einigkeit, die “dauerhafte große Regierungspartei” ist das genaue Gegenteil davon, sie ist die Friedhofsruhe der Diktatur, in der dissidente Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die “Führer” sich anmaßen, für das ganze Volk zu handeln. Zur Herstellung eines solchen volksgemeinschaftlichen Konsenses braucht man freilich nicht nur ein völkisch definiertes “Wir”, sondern auch Gruppen, die man ausgrenzen kann, die nicht zur großen, harmonischen Familie dazugehören dürfen, und Fidesz und Jobbik haben da durchaus einige potenzielle Opfer im Visier: Zigeuner, “Kommunisten” und vor allem Juden.

Der Antisemitismus ist in der Fidesz in einem beängstigenden Ausmaß vorhanden, was es umso befremdlicher macht, dass der österreichische Vizekanzler und Chef der Volkspartei (ÖVP) , Josef Pröll, Orbán nach Kräften unterstützt, ihm “zum fulminanten Wahlsieg herzlich gratuliert” und davon schwadroniert, dass sich in Ungarn nun “bürgerliche Verlässlichkeit” durchgesetzt habe. Pröll scheint ein sehr eigenwilliges Verständnis von “Bürgerlichkeit” zu haben, für ihn ist offenbar alles, was gerade noch nicht offen neonazistisch auftritt, “bürgerlich”. Wer sich näher mit der Fidesz befasst, wird jedoch rasch merken, dass diese Partei der westlich-demokratischen Definition von “bürgerlich” in etwa so entspricht wie der Pitbull einem Schoßhündchen. Man sollte, das sei nebenbei erwähnt, Herrn Pröll, der sich auch als oberster Interessensvertreter der österreichischen Landwirte versteht, an folgendes Zitat seines heiß geliebten “bürgerlichen” ungarischen Kumpels erinnern: “Dieser österreichischen Wirtschaft, die hier läuft, muss ein Ende gesetzt werden. Jeder österreichische Bauer, der in Ungarn Grundstücke gekauft hat, sollte sich freuen, wenn er das heil übersteht”.

Schon während Orbáns erster Amtszeit als Regierungschef öffnete er ganz bewusst die Schleusen für eine Flut teils codierter, teils offen antisemitischer und extrem nationalistischer Töne in der Politik und in den Medien. Im Haus- und Hofblatt der Fidesz, der Zeitung “Ungarische Nation”, wurden politische Gegner als “Interkosmopoliten”, “Europäer”, “Schein-Ungarn” und “Bolschewiken” tituliert. Journalisten und Intellektuelle, die sich nicht in das Korsett des neuen Ungarochauvinismus pressen lassen wollten, wurden als “seelisch fremd”, “frech”, “schmutzig” und “internationalistisch” bezeichnet. Gleichzeitig wurde das “Ungarntum” völkisch redefiniert bis hin zur grotesk anmutenden Behauptung, die “Magyaren” unterschieden sich genetisch von allen andern Völkern und seien daher “auserwählt”. Dies hat etwa der Fidesz-nahe Rechtsanwalt László Grespik in einem Artikel für die rechte Wochenzeitung “Ungarischer Demokrat” so beschrieben: “Während die DNS der menschlichen Rasse innerhalb einer gebgebenen Länge zwei bis drei Drehungen ausweist, weist die der ungarischen Rasse neun Drehungen auf, was wiederum mit der Drehzahl des vom Planeten Sirius auf die Erde kommenden Lichts identisch ist. Aus dieser Tatsache resultiert der kosmische Ursprung der ungarischen Intelligenz, der ungarischen Seele und des ungarischen Geistes und darauf geht die Auserwählung des ungarischen Volkes zurück”.  Grespik wurde darob nicht etwa für geisteskrank erklärt, sondern mit einem hohen politischen Amt belohnt – er wurde Staatssekretär und Leiter der obersten Stadtverwaltungsbehörde Budapests.

Das klingt nicht wirklich “bürgerlich”, oder? So wenig wie die Aussage des ehemaligen Fidesz-Abgeordneten Oszkár Molnár, wonach “das globale Kapital, das jüdische Kapital, wenn Sie so wollen, die ganze Welt verschlingt, speziell Ungarn”. Außerdem, so der Politiker, würden Roma-Frauen “ihre Kinder schon im Mutterleib verstümmeln, um höhere Sozialleistungen zu bekommen”. So spricht kein echter Bürgerlicher, es sei denn einer nach dem beschränkten Verständnis eines Josef Pröll.

Soviel zur Fidesz. Über die Jobbik mit ihrer paramilitärischen Sturmtruppe “Ungarische Garde” braucht man wohl nicht viel zu sagen. Das sind echte Faschisten und gewaltbereite Spinner. Es wird sich bald zeigen, wohin das Land driften wird. Es ist kaum denkbar, dass Orbán seine Versprechungen, eine Million neuer Arbeitsplätze zu schaffen, mit der Korruption aufzuräumen und generell Wohlstand und eitel Wonne einkehren zu lassen, umsetzen können wird. Und genau dies macht die Situation so gefährlich in einem Land, das unter einem nationalen Minderwertigkeitskomplex leidet wie kaum ein zweites und  in dem laut Umfragen bis zu 40 Prozent der Bevölkerung militärische Gewalt zur Rückeroberung der nach dem Ersten Weltkrieg verlorenen Gebiete befürworten. Einem Land, in dem die sozial-liberale Regierung der vergangenen Jahre fast ausschließlich durch Skandale und Misswirtschaft von sich reden machte, einem Land, das finanziell mit dem Rücken zur Wand steht und von der Wirtschaftskrise den Hals zugeschnürt bekommt. Sollten Orbáns versprochene Wunder nicht eintreten, hat man jedenfalls schon dafür gesorgt, dass die Sündenböcke bereitstehen. Ungarns Juden, Roma, Liberale und Linke dürfen sich auf ganz üble Zeiten einstellen.

Quelle: http://lindwurm.wordpress.com/

Apr
10

Briefwechsel aus den 1980er Jahren mit Ratzingers Unterschrift – Vatikan bestätigt Echtheit und verweigert Stellungnahme

Los Angeles – Kirchendokumente zeigen, dass sich Kardinal Joseph Ratzinger, bevor er Papst wurde, der Amtsenthebung eines pädophilen Priesters in Kalifornien widersetzte. In einem 1985 vom damaligen Kurienkardinal Ratzinger unterschriebenen Brief wurden Bedenken hinsichtlich der Folgen einer Amtsenthebung des Geistlichen für die Weltkirche geäußert. Das Schreiben, das der Nachrichtenagentur AP (Associated Press) vorlag, ist Teil einer mehrjährigen Korrespondenz zwischen der Diözese von Oakland und dem Vatikan über eine mögliche Entfernung des Priesters aus dem Amt.

Der Vatikan bestätigte die Unterschrift Ratzingers unter dem in lateinischer Sprache verfassten Brief. Sprecher Ciro Benedettini sagte, der damalige Kardinal habe nicht versucht, den Fall zu vertuschen. Der Vatikan hat stets erklärt, der heutige Paps Benedikt XVI. habe sich während seiner Zeit als Leiter der Glaubenskongregation niemals der Amtsenthebung eines pädophilen Priesters widersetzt.

Jahrelang keine Entlassung

Der betreffende Priester wurde bereits 1978 wegen der sexuellen Belästigung von zwei Buben zu einer dreijährigen Bewährung verurteilt. Nach Ende der Frist 1981 bat er darum, aus dem Priesterstand entlassen zu werden, und die Diözese sandte ein entsprechendes Schreiben an den Vatikan. Der Fall lag daraufhin vier Jahren lang in Rom, bevor Ratzinger dem Bischof antwortete. Bis zur Amtsenthebung des pädophilen Priesters vergingen zwei weitere Jahre, in denen der Mann weiter mit Kindern arbeitete. Welche Rolle Ratzinger schließlich bei der Entlassung 1987 spielte, ging aus den Dokumenten, die der AP vorlagen, nicht hervor.

In seinem auf November 1985 datierten Brief erklärte Ratzinger, eine mögliche Amtsenthebung müsse gründlich geprüft werden. Dafür sei mehr Zeit notwendig. Bei der Entscheidung müssten “das Wohl der Weltkirche” sowie die Nachteile einer Entlassung für die christliche Gemeinschaft in Betracht gezogen werden, hieß es. Der Bischof solle dem Priester in dieser Zeit “so viel väterliche Fürsorge wie möglich” zukommen lassen. Die Argumente für eine Entlassung seien jedoch “von großer Wichtigkeit”.

Der Anwalt des Vatikans, Jeffrey Lena, erklärte, mit der Bitte um “väterliche Fürsorge” habe Ratzinger den Bischof aufgefordert sicherzustellen, dass es während des Amtsenthebungsverfahrens nicht zu weiteren Missbrauchsfällen komme. Zwischen 1981 und 1987 seien keine weiteren Übergriffe des Mannes mehr bekanntgeworden.

2004 wurde der ehemalige Priester wegen des Missbrauchs eines Mädchens 1995 zu einer sechsjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der heute 63-jährige registrierte Sexualstraftäter lebt inzwischen im kalifornischen Walnut Creek. (APA/apn/ANSA) – Quelle: derstandard.at

Jul
27

Auszeichnung für Greenpeace

Greenpeace ist bei den Save The World Awards 2009, die am Freitag, den 24. Juli 2009, in Zwentendorf/NÖ verliehen wurden, mit einem Preis für seinen globalen Einsatz zum Schutz des Weltklimas ausgezeichnet worden. Thomas Henningsen, Leiter der internationalen Klimakampagne der Umweltschutzorganisation, hat diese Auszeichnung bei der Veranstaltung entgegen genommen.

Greenpeace hat sich seit über zwei Jahrzehnten dem internationalen Kampf gegen den Klimawandel verschrieben. „Unter all den Bedrohungen, denen die Menschheit gegenübersteht, ist der Klimawandel wohl die bei Weitem gefährlichste”, meint Henningsen. “Wenn wir jetzt nicht rasch handeln, werden Milliarden von Menschen um Lebensraum und Trinkwasser kämpfen müssen“, so der langjährige Greenpeace-Stratege, „und schon das allein wird die Welt ins Chaos stürzen.“

Spätestens bei der UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen müssen die Weichen für ein internationales Klimaschutz-Abkommen gestellt werden. Die Industriestaaten haben sich zu verpflichten, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um vierzig Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig müssen die Entwicklungsländer mit rund hundertzehn Milliarden Euro jährlich bei der Anpassung an den Klimawandel wie auch beim Umstieg auf saubere Technologien unterstützt werden. Und darüber hinaus wird eine rasche Lösung benötigt, um die Brandrodungen in den Regenwäldern zu stoppen, damit die dortigen, äußerst wichtigen CO2 -Speicherplätze erhalten werden können.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist überzeugt davon, dass der Klimawandel aufgehalten werden kann – sofern der politische Wille dafür vorhanden ist. „Als es um die Rettung der Banken ging, standen binnen weniger Tage international koordinierte Milliarden von Euro zur Verfügung, und Gesetze konnten plötzlich über Nacht beschlossen werden“, ruft Thomas Henningsen in Erinnerung. „Und dabei würde schon das Geld reichen, das Deutschland allein der Hypo Real zur Verfügung gestellt hat, um den Klimaschutz entscheidend voranzutreiben“, verdeutlicht der Greenpeace-Preisträger.

Die Verleihung der Save The World Awards 2009 hat in einem ursprünglich als Atomkraftwerk geplanten Areal im niederösterreichischen Zwentendorf stattgefunden. Auf dem Gelände wurde inzwischen – mit einer Gesamtinvestition von nur 1,2 Millionen Euro – die größte Photovoltaik-Anlage Österreichs errichtet und am 25. Juni 2009 in Betrieb genommen. „Dieser Ort war prädestiniert für eine Veranstaltung wie diese – denn hier zeigt sich, wie leicht Veränderung möglich ist, wenn die Verantwortlichen entsprechend zu handeln bereit sind“, so Henningsen abschließend.

Was Sie jetzt und sofort für den Klimaschutz tun können: Machen Sie mit bei der Greenpeace Kampagne “1 Million Taten für den Klimaschutz“!

(Quelle: www.greenpeace.at)

Jun
15

Tesla Motors: With a range up to 300 miles and 45-minute QuickCharge, the Model S can carry five adults and two children in quiet comfort – and you can charge it from any outlet, without ever stopping for gas. World’s first mass-produced electric vehicle offers performance, efficiency and unrivaled utility for a base price of $49,900*, making it the only car you’ll ever need. (Quelle: Teslamotors.com Website)
The new Tesla S

100% Elektroauto – 0% CO2 – 0% Lärm – 0% Schwefel & Co

Jun
03

Am 20. 6. im Lustgarten in Klagenfurt findet die Popping Art Tour goes Carinthia! statt.

Wir laden jede und jeden ein, der electronische Musik, Minimal oder so mag.

Wir sehen uns!

Jun
03

(…)

Apr
02

Recently I decided to give up drinking alcohol and excessive amounts of vending machine coffee for two weeks, so I could actually sleep through the night and not feel like a bloated zombie all the time. I picked up a new book, Freedom in Your Relationship with Food: An Everyday Guide by Myra Lewin. The author is a yoga teacher and Ayurvedic consultant in Hawaii, and she writes about how to break old patterns of emotional overeating of unhealthy foods, and establish conscious control over what you put in your body. I learned some great tips I’ve been putting to use:

• Don’t eat more than you can hold in your two hands at any one time.
• Wait at least two hours in between snacks or meals before eating again, to give your last round of food a chance to digest.
•Breathe, chew your food well, don’t eat too fast. Slow down.
• Don’t eat when you’re angry or upset, even if it means missing a meal.
In the back of the book are some great healthy recipes, some of which are Indian-inspired. One, Roots and Greens, is exactly what I always want to eat: Indian spices, kale, a little ghee, and shredded carrots and beets. I wish Lewin would do an entire cookbook!

by Lessley Anderson at chow.com

Mrz
08

Der Weltfrauentag geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik “Cotton” in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Die zentralen Forderungen waren:

  • Kampf gegen den Krieg
  • Wahl- und Stimmrecht für Frauen
  • Arbeitsschutzgesetze
  • ausreichender Mutter- und Kinderschutz
  • der Achtstundentag
  • gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
  • Festsetzung von Mindestlöhnen
  • In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt – nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar – und lösten den Beginn der “Februarrevolution” aus.

    Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. Während des 3. Reichs war der Frauentag verboten und wurde durch den Muttertag ersetzt.

    Nach dem 2. Weltkrieg fanden in der DDR bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In der BRD  wurde der Frauentag erst in den späten 60er Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.