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in Klagenfurt auf 106,2 MHz
Jul
27

Auszeichnung für Greenpeace

Greenpeace ist bei den Save The World Awards 2009, die am Freitag, den 24. Juli 2009, in Zwentendorf/NÖ verliehen wurden, mit einem Preis für seinen globalen Einsatz zum Schutz des Weltklimas ausgezeichnet worden. Thomas Henningsen, Leiter der internationalen Klimakampagne der Umweltschutzorganisation, hat diese Auszeichnung bei der Veranstaltung entgegen genommen.

Greenpeace hat sich seit über zwei Jahrzehnten dem internationalen Kampf gegen den Klimawandel verschrieben. „Unter all den Bedrohungen, denen die Menschheit gegenübersteht, ist der Klimawandel wohl die bei Weitem gefährlichste”, meint Henningsen. “Wenn wir jetzt nicht rasch handeln, werden Milliarden von Menschen um Lebensraum und Trinkwasser kämpfen müssen“, so der langjährige Greenpeace-Stratege, „und schon das allein wird die Welt ins Chaos stürzen.“

Spätestens bei der UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen müssen die Weichen für ein internationales Klimaschutz-Abkommen gestellt werden. Die Industriestaaten haben sich zu verpflichten, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um vierzig Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig müssen die Entwicklungsländer mit rund hundertzehn Milliarden Euro jährlich bei der Anpassung an den Klimawandel wie auch beim Umstieg auf saubere Technologien unterstützt werden. Und darüber hinaus wird eine rasche Lösung benötigt, um die Brandrodungen in den Regenwäldern zu stoppen, damit die dortigen, äußerst wichtigen CO2 -Speicherplätze erhalten werden können.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist überzeugt davon, dass der Klimawandel aufgehalten werden kann – sofern der politische Wille dafür vorhanden ist. „Als es um die Rettung der Banken ging, standen binnen weniger Tage international koordinierte Milliarden von Euro zur Verfügung, und Gesetze konnten plötzlich über Nacht beschlossen werden“, ruft Thomas Henningsen in Erinnerung. „Und dabei würde schon das Geld reichen, das Deutschland allein der Hypo Real zur Verfügung gestellt hat, um den Klimaschutz entscheidend voranzutreiben“, verdeutlicht der Greenpeace-Preisträger.

Die Verleihung der Save The World Awards 2009 hat in einem ursprünglich als Atomkraftwerk geplanten Areal im niederösterreichischen Zwentendorf stattgefunden. Auf dem Gelände wurde inzwischen – mit einer Gesamtinvestition von nur 1,2 Millionen Euro – die größte Photovoltaik-Anlage Österreichs errichtet und am 25. Juni 2009 in Betrieb genommen. „Dieser Ort war prädestiniert für eine Veranstaltung wie diese – denn hier zeigt sich, wie leicht Veränderung möglich ist, wenn die Verantwortlichen entsprechend zu handeln bereit sind“, so Henningsen abschließend.

Was Sie jetzt und sofort für den Klimaschutz tun können: Machen Sie mit bei der Greenpeace Kampagne “1 Million Taten für den Klimaschutz“!

(Quelle: www.greenpeace.at)

Jun
15

Tesla Motors: With a range up to 300 miles and 45-minute QuickCharge, the Model S can carry five adults and two children in quiet comfort – and you can charge it from any outlet, without ever stopping for gas. World’s first mass-produced electric vehicle offers performance, efficiency and unrivaled utility for a base price of $49,900*, making it the only car you’ll ever need. (Quelle: Teslamotors.com Website)
The new Tesla S

100% Elektroauto – 0% CO2 – 0% Lärm – 0% Schwefel & Co

Jun
03

Am 20. 6. im Lustgarten in Klagenfurt findet die Popping Art Tour goes Carinthia! statt.

Wir laden jede und jeden ein, der electronische Musik, Minimal oder so mag.

Wir sehen uns!

Jun
03

(…)

Apr
02

Recently I decided to give up drinking alcohol and excessive amounts of vending machine coffee for two weeks, so I could actually sleep through the night and not feel like a bloated zombie all the time. I picked up a new book, Freedom in Your Relationship with Food: An Everyday Guide by Myra Lewin. The author is a yoga teacher and Ayurvedic consultant in Hawaii, and she writes about how to break old patterns of emotional overeating of unhealthy foods, and establish conscious control over what you put in your body. I learned some great tips I’ve been putting to use:

• Don’t eat more than you can hold in your two hands at any one time.
• Wait at least two hours in between snacks or meals before eating again, to give your last round of food a chance to digest.
•Breathe, chew your food well, don’t eat too fast. Slow down.
• Don’t eat when you’re angry or upset, even if it means missing a meal.
In the back of the book are some great healthy recipes, some of which are Indian-inspired. One, Roots and Greens, is exactly what I always want to eat: Indian spices, kale, a little ghee, and shredded carrots and beets. I wish Lewin would do an entire cookbook!

by Lessley Anderson at chow.com

Mrz
08

Der Weltfrauentag geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik “Cotton” in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Die zentralen Forderungen waren:

  • Kampf gegen den Krieg
  • Wahl- und Stimmrecht für Frauen
  • Arbeitsschutzgesetze
  • ausreichender Mutter- und Kinderschutz
  • der Achtstundentag
  • gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
  • Festsetzung von Mindestlöhnen
  • In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt – nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar – und lösten den Beginn der “Februarrevolution” aus.

    Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. Während des 3. Reichs war der Frauentag verboten und wurde durch den Muttertag ersetzt.

    Nach dem 2. Weltkrieg fanden in der DDR bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In der BRD  wurde der Frauentag erst in den späten 60er Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.

    Feb
    06
    Hoffnung auf das Ende eines 5000 Jahre alten grausamen Rituals
    Rausdorf (ots) - Millionen Mädchen dürfen hoffen: auf den Schutz
    durch den Islam vor dem grausamen Ritual der Genitalverstümmelung.
    Was im November 2006 auf der Konferenz internationaler islamischer
    Gelehrter im geistigen Zentrum des Islam, in der Azhar zu Kairo,
    beschlossen wurde, wird jetzt in Form des GOLDENEN BUCHES von TARGET
    in die Welt getragen.
    
    Alle elf Sekunden muss ein Mädchen weltweit das Verbrechen der
    Weiblichen Genitalverstümmelung erleiden. Und damit lebenslanges
    Leiden, Entwürdigung, oft den Tod. Weltweit sind 150 Millionen Frauen
    davon betroffen. TARGET, Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation,
    hat sich diesem Verbrechen gestellt. Mit einem neuen, mutigen Ansatz.
    
    Die meisten Opfer leben im Gebiet der Sahara und sind damit
    Muslimas. Deshalb sieht der Menschenrechtler Rüdiger Nehberg,
    zusammen mit seiner Frau Annette Weber, im Islam die größte Kraft,
    das Verbrechen zu beenden. Jedoch sind in diesen Ländern auch die
    Mädchen anderer Religionen der Genitalverstümmelung ausgeliefert.
    TARGET ist es in der Azhar-Konferenz zu Kairo gelungen, dass die
    internationale Elite muslimischer Glaubensführer den Brauch in einem
    Rechtsgutachten (Fatwa) zu einem Verbrechen wider höchste Werte des
    Islam erklärt hat. Schirmherr dieser Konferenz, die Geschichte
    schrieb und schreiben wird, war der Großmufti von Ägypten, Prof. Dr.
    Ali Gom'a, mächtiger Mann im Justizministerium, zuständig für
    theologisches Recht. Jetzt erschien "DAS GOLDENE BUCH" mit dem Inhalt
    der Konferenz. Es soll die Botschaft von Kairo in die Moscheen und
    damit zu den Menschen bringen.
    
    Der Anfang ist gemacht: Im riesigen Wüstenland Mauretanien
    (Westafrika) ist das Buch bereits auf dem Weg in die Moscheen. "Das
    Buch erhält einen Ehrenplatz neben meinem Koran!" Mauretaniens
    Großmufti Hamden Ould Tah und seine Gelehrten hatten das Buch der
    beiden Norddeutschen Menschenrechtsaktivisten geprüft, des Islam für
    würdig befunden und an die Imame (Prediger) verteilt. "Ein Kompliment
    von solch eminenter Stelle war für uns die schönste Botschaft des
    Jahres", so Annette Weber und Rüdiger Nehberg.  Finanziert wird das
    Buch und dessen Verteilung von TARGET. Um das Endziel zu erreichen,
    ist auch große finanzielle Fremdunterstützung erforderlich, so
    Nehberg. "Wir planen, das GOLDENE BUCH an alle Moscheen der 35
    Verstümmelungsländer zu verteilen, weil wir davon überzeugt sind,
    dass das den Mädchen den größten Schutz vor lebenslangem
    unvorstellbarem Leiden bringt, das für mich der größte Bürgerkrieg
    aller Zeiten ist." Täglich werden 8000 Mädchen verstümmelt
    (UNO-Schätzung). Bei der schlimmsten Form von Genitalverstümmelung
    stirbt jedes dritte Mädchen unmittelbar an den Folgen. Auch in
    Europa, und somit Deutschland, sind Töchter von Immigranten aus
    diesen Ländern von FGM bedroht. Meist nimmt man die Operation in den
    Schulferien in den Heimatländern vor.
    
    Auch aus der Danakilwüste in Äthiopien kommt gute Nachricht. Dort
    betreibt TARGET beim Halbnomadenvolk der Afar eine fahrende
    Krankenstation. Annette Weber: "In einigen Gebieten unseres Wirkens
    hat die Botschaft schon Früchte getragen. Unsere Ärztin hat in
    manchen Zonen kein einziges  Mädchen mehr unter vier Jahren
    angetroffen hat, das verstümmelt war." Und Rüdiger Nehberg fügt
    hinzu: "Diese beispielhafte Kooperation mit unseren islamischen
    Partnern hat darüber hinaus noch einen sehr wertvollen Nebeneffekt.
    Sie zeigt der Welt einen anderen Islam als den, den Terroristen
    zeichnen."
    Feb
    03

    Wien (OTS) – Emanzen gegen Machos, 68er gegen 78er, Länder gegen
    Wien: Willkommen bei den kleinbürgerlichen Grünen.

    Oft genügt ein Wort, um eine Beziehung hinreichend zu beschreiben.
    “Solidaritätskandidatur” ist ein besonders geglücktes Beispiel. Ein
    Euphemismus. Klingt nett, ist aber gar nicht so gemeint. Mit einer
    solchen “Solidaritätskandidatur” auf einem der hinteren Listenplätze
    für die EU-Wahl wolle er den Grünen zusätzliche Stimmen bringen,
    erklärte Johannes Voggenhuber sanftmütig – ganz in der Tradition des
    (hinter-)listigen Wolfs aus Grimms Märchen. Die grüne Führung
    erkannte die Absicht und war verstimmt. Denn die Solidarität
    Voggenhubers sollte in erster Linie Voggenhuber selbst zugutekommen,
    der mit einer Vorzugsstimmenkampagne das Feld von hinten hätte
    aufrollen können. Ein – wie wir von Andreas Mölzers
    “Solidaritätskandidatur” für die FPÖ im EU-Wahlkampf 2004 wissen -
    kein allzu schwieriges Unterfangen. Sieben Prozent der Stimmen einer
    Partei als Vorzugsstimmen genügen, um vorgereiht zu werden.
    Was folgte, war ein selbst für grüne Verhältnisse relativ erbittert
    geführter Machtkampf. 68er gegen 78er. Frauen gegen Männer. Die
    Provinz gegen die Zentrale. Am Ende war Johannes Voggenhuber beim
    Erweiterten Bundesvorstand mit 17 zu zwölf Stimmen in die Knie
    gezwungen und endgültig von der EU-Liste beseitigt.
    Diesen Abgang hat sich selbst Johannes der Schwierige nicht verdient.
    Obwohl er den größten taktischen Schnitzer selbst zu verantworten
    hat: Hätte er sich auf dem Bundeskongress Mitte Jänner einfach auf
    einen der hinteren Plätze reihen lassen, anstatt nach verlorener Wahl
    um Platz eins gekränkt den Konvent zu verlassen und seinen Abschied
    aus der Politik zu verkünden, würde er jetzt auf der Liste stehen.
    Später wollte er diesen Fehler rückgängig machen – doch es war zu
    spät. Wobei Voggenhuber nun mutmaßt, dass ihn die Intriganten in
    seiner Partei damals auf jeden Fall hätten ausrutschen lassen – auch
    bei einer allfälligen Bewerbung um Platz zwei.

    Der Fall Voggenhuber zeigt eines deutlich: Die Grünen sind eine
    kleingeistige, kleinbürgerliche Partei geworden, in der das
    Ressentiment mehr zählt als die Generosität im Umgang mit mühsamen,
    aber unkonventionellen Mitstreitern, die noch dazu bewiesen haben,
    dass sie Wahlen gewinnen können. Statt Fundis und Realos herrschen
    bei den Grünen nun die Normalos. Ruhe ist erste Bürgerpflicht. Das
    war zwar auch schon unter Alexander Van der Bellen so, aber der
    Professor war immerhin in der Lage, kraft seiner natürlichen
    Autorität die einzelnen Flügel und Selbstdarsteller halbwegs in
    Balance zu halten.
    Es wäre eine spannende Auseinandersetzung geworden, so ein
    Vorzugsstimmenwahlkampf. Gerade bei einer Wahl zum EU-Parlament, bei
    der Desinteresse und eine niedrige Wahlbeteiligung systemimmanent zu
    sein scheinen. Voggenhuber hätte das Wählerspektrum über Lunacek
    hinaus erweitern können. Die Stimmen für beide wären letztlich
    derselben Partei, den Grünen, zugutegekommen. Aber die können es sich
    anscheinend leisten, das Angebot abzulehnen.
    Hinter dem Fall Voggenhuber steckt aber noch mehr: zum einen der
    Generationenkonflikt zwischen den 68ern wie Johannes Voggenhuber oder
    Peter Pilz und den 78ern wie Eva Glawischnig und Ulrike Lunacek, die
    eher von der Umweltbewegung (Zwentendorf 1978 und nachfolgend
    Hainburg 1984) sozialisiert wurden. Zum anderen der grün-grüne
    Geschlechterkampf. Die alten Herren der Partei, so insinuiert es auch
    Voggenhuber, würden sukzessive von den machtbewussten Frauen, die nun
    das Sagen haben, an den Rand gedrängt. Sexismus einmal andersrum. Es
    trifft allerdings auch die jüngeren Männer, wie etwa Bundesrat Efgani
    Dönmez, der sich unlängst nach einem harmlos-flapsigen Sager den
    Unmut der grünen Damenelite zugezogen hat. Dass sich ausgerechnet die
    emanzipierten Grünen einmal gegenseitig die “Sexismus”-Vorwürfe um
    die Ohren hauen werden, wer hätte das gedacht? Das hat im Ironieband
    der Innenpolitik-Annalen einen prominenten Platz verdient.

    Eva Glawischnig, die neue grüne Parteichefin, hat sich vorläufig
    durchgesetzt: Der renitente Johannes Voggenhuber wurde seines Platzes
    verwiesen, Wunschkandidatin Ulrike Lunacek – gegen deren fachliche
    Eignung freilich gar nichts spricht – auf dem ersten Listenplatz
    einbetoniert. Funktionärsdemokratie statt Basisdemokratie nennt dies
    der ehemalige Parteichef Christoph Chorherr mit zynischem Unterton.
    So gewinnt man innerparteiliche Machtkämpfe. Wahlen gewinnt man so
    nicht.

    Feb
    03

    Die Kritik am Papst wächst, nicht nur in den Medien. Im Vatikan fragen sich schon Mitarbeiter, ob der Heilige Geist dem Heiligen Vater das Richtige rät.

    Benedikt XVI. sorgt für Irritationen
    Benedikt XVI. sorgt für Irritationen   Foto: APA

    Der Heilige Geist”, so sagte Papst Benedikt XVI. am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom, “redet auch durch die Kirche zu uns”. Doch unverändert viele Katholiken, Nicht-Katholiken und auch Vatikanmitarbeiter fragen sich, ob der Heilige Geist derzeit das Richtige rät: Nach der umstrittenen Wiederaufnahme von vier Bischöfen der erzkonservativen Piusbruderschaft in die katholische Kirche wächst die Kritik am Papst weiter.

    Abwählen? Am Montag lieferten Nachrichtenagenturen bereits gar Antworten auf Fragen wie “Kann ein Papst abgewählt werden?” und “Kann ein Papst zurücktreten?”: Vier Jahre nach seiner Wahl scheint das vorsichtige Wohlwollen gegenüber Benedikt XVI. in massive Kritik an seiner Amtsführung umzuschlagen. Verstärkt wird die Kritik durch die Ernennung des konservativen Priesters Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof von Linz. Wagner sagt von sich: “Ich suche die Konfrontation”. Sucht sie auch der Papst? “Dass der Papst immer schon eher konservativ war, ist nichts Neues, aber man hatte eben erwartet, dass er etwas mittiger sein würde”, meinte ein deutscher Vatikanangestellter diplomatisch.

    Kaum andere Möglichkeiten. Andererseits habe der Papst gegenüber den vier Bischöfen der Piusbruderschaft kaum anders handeln können: “Die Bischöfe haben beim Papst um Nachsicht gebeten und er musste machen, was ein guter Hirte machen muss.” Zwei Arten der Wahrnehmung prallen jetzt aufeinander: Im Vatikan sieht man die Rücknahme der Exkommunikation, die Leugnung des Holocausts durch Bischof Williamson und nun die Ernennung des Weihbischofs von Linz als voneinander unabhängig – die Öffentlichkeit begreift dies als geplanten “Rechtsruck”.

    Zerren um Einfluss. Unabhängig von der aktuellen Lage glauben Vatikanbeobachter tatsächlich, dass “rechte italienische Kreise” versuchen, ihren Einfluss in der Kurie auszuweiten. Beispielhaft dafür sei die Kampagne für die Seligsprechung des umstrittenen Papstes Pius XII. Doch nicht nur der Kurs des Kirchenschiffs wirft Fragen auf, auch die Kommunikation an Bord läuft falsch. “Es gibt viele kleine Zirkel, die an Projekten sitzen und sich nicht abstimmen”, meint ein Vatikanmitarbeiter, “ohne Rücksicht auf Verluste”.

    Quelle: Kleine Zeitung (www.kleine.at)
    - MARTIN ZÖLLER, ROM
    Jan
    17

    “profil”: Landeshauptmann Dörfler erzählt “Negerwitz”
    Kärntner BZÖ-Politiker befremdet bei Pressekonferenz mit Rassismus

    Wien (OTS) – Wie das Nachrichtenmagazin “profil” in seiner Montag
    erscheinenden Ausgabe berichtet, demonstrierte Kärntens
    Landeshauptmann Gerhard Dörfler vergangenen Freitag seinen
    eigenartigen Sinn für Humor. Als der BZÖ-Politiker bei einer
    Pressekonferenz für die ORF-Volksmusik-Schau “Wenn die Musi spielt”
    in Bad Kleinkirchheim den farbigen Sänger Roberto Blanco begrüßte,
    gab er vor Journalisten, Künstlern und laufenden Kameras
    unaufgefordert ein Witzchen zum Besten: Eine “Negermama” und eine
    weiße Mutter sitzen im Zug von Klagenfurt nach Wien und stillen ihre
    Babies. Das weiße Baby hört plötzlich auf zu trinken, “zeigt auf das
    Negerbaby und sagt: ‘Mama, ich möchte auch Kakao.’” Statt schallendem
    Gelächter machte sich im VIP-Zelt betretenes Schweigen breit, worauf
    Dörfler ein weiteres Mal ins Fettnäpfchen stieg: “Anscheinend habe
    ich den Witz schlecht erzählt, weil ihn niemand verstanden hat.”